Peloponnes 2017

Am 30.09.2017 sind wir gegen 11:00 h in unser erstes Abenteuer mit der Wohnkabine gestartet.

1

Auf diesen Moment wir haben lange hin gefiebert. Mit Kartenmaterial, GPS Outdoor Gerät, „MDMOT Offroadbuch von Martin und Dana“ und unser Reiseführer „Womo-Reihe # Band 19“sind wir hoffentlich gut gerüstet.

Unser erster Stellplatz sollte in Klausen sein. Normalerweise verirren sich nur wenige Wohnmobile dahin. Am Samstag war dann Ausnahmezustand. Wir konnten von Glück reden, dass wir noch ein freies Plätzchen ergattert haben. An drei Samstagen feiert das Künstlerstädtchen Klausen das „Gasseltörggelen“. Ein traditionelles Brauchtum mit erlesenen Weinen und kulinarischen Köstlichkeiten unter freiem Himmel. Es ist Anziehungsmagnet für viele Besucher aus allen Herren Ländern. Und wir mitten drin :-).

2

01.10.

Am nächsten Morgen gut ausgeruht und gefrühstückt weiterfahrt zu unserer nächsten Übernachtung. Vor uns liegen nun 530 km und wir fahren durch die schöne Region Venetien über Bassano del Grappa. Leider ist das Wetter nicht ganz so schön, es regnet zeitweise und der Himmel ist ziemlich grau.

3

Am Sonntag haben die Tankstellen in Italien geschlossen aber das coole ist, wir können direkt via Automat unser Auto betanken…So war jedenfalls die Idee… Ja, is blöd gelaufen. Der Automat ist zumindest mit unserem Geld gefüttert worden …Sprit gab´s keinen….

Jetzt blieb uns nix anderes übrig als den Sprit an der Mautpflichtigen Autobahn zu tanken….der ist teilweise bis zu 60 Cent teurer pro Liter wohl gemerkt!!!

Wir sind 20 km vor Ancona und haben uns eine richtig idyllisch gelegene Obstplantage zum Übernachten gesucht. Auf dieser Plantage haben theoretisch bis zu 20 Womo´s Platz. An diesem Tag waren wir die einzigen und sind herzlich begrüßt worden. Der Besitzer hat uns all die zig Obstsorten aufgezählt (sage und schreibe 80 unterschiedliche Obstsorten) und uns gleich von Äpfeln und Datteln kosten lassen. Und zum krönenden Abschluss wurde uns ein 3- Gänge Menü gezaubert. Die beiden Hunde Salvatore Dali und Kesy waren unsere ständigen Begleiter, verlaufen konnten wir uns definitiv nicht 😊.

Hier müssen wir wieder hin.

www.parcoilfruttetodelmonte.it

02.10.

Nun geht es ab zur Fähre…

Wir warten auf unsere Fähre….und dann kommt Sie langsam wie eine alte Dame in den Hafen eingelaufen, wow was für ein Moment. Alles ging auf einmal rasend schnell. Ehe wir uns versahen haben wir schon unseren Parkplatz gehabt und mussten die Kabine verlassen. Mit unserer Tasche ging es nun in eine Innenkabine zur Übernachtung auf hoher See. Wir hätten ja lieber Camping on Bord gemacht aber leider gab es keine Plätze mehr auf der „Anek Lines“.

Die Nacht war nicht ganz so toll aber einigermaßen ausgeruht begeben wir uns zum Frühstück. Rechts und links Festland, ruhige See und strahlend blauer Himmel. Da braucht es keine weiteren Worte.

03.10.

Und endlich….wir fahren in den Hafen von Patras ein… Wir stehen mit allen anderen Passagieren oben an Deck und beobachten das Anlegemanöver, bis wir aufgefordert werden zu unseren Autos zu gehen. Für Stefan und mich war es ein besonderes Highlight.

Wir wollten als ersten Stellplatz erstmal etwas sicheres zum Ankommen und zum Verweilen. Deshalb ging es von der Fähre gleich in Richtung Osten nur 30 km von Patras auf einen noch geöffneten Campingplatz. Hier haben wir uns für die anstehenden Ereignisse vorbereitet und eine erholsame Nacht verbracht. Und wieder hatten wir einen besonders wachsamen Hund vor unserer Kabine liegen. 🙂

04.10.

Ab jetzt wandern bzw. fahren wir nur noch auf den Pfaden von „Fam. Schulz“.  Ihr Buch „Mit dem Wohnmobil auf die Peloponnes“ wird von nun an unser Navigator. Wir erreichen tatsächlich den als romantisch und idyllisch beschriebenen Badestrand. Anfangs noch ganz allein kommen zum Abend noch das ein oder andere Wohnmobil. Wie zum Beispiel ein nettes älteres Ehepaar aus Krakau. Sie sind schon seit 6 Wochen unterwegs und haben noch lang nicht die Nase voll vom Herumreisen.

05.10.

Wir beschließen am nächsten Morgen unsere Kabine an Ort und Stelle stehen zu lassen und begeben uns zu Fuß zum Bahnhof in Diakofto. Da lösen wir ein On Way Ticket von Zahlorou zurück nach Diakofto für uns beide. Von nun an haben wir 5 Stunden Zeit den teils beschwerlichen aber auch abenteuerlichen Weg immer entlang der Zahnradbahn zu meistern. Das war eines der wunderschönsten Wanderwege die wir je gelaufen sind. Dank unseres Buches ein voller Erfolg. Der Weg wird belohnt mit grandioser Landschaft, tollen Panorama-Bildern und berauschenden Düften wildwachsender Kräuter.

Nach dem genialen Erlebnis laufen wir beschwingt zu unserer Kabine zurück. Unser polnisches Ehepaar vom Vorabend steht auch noch neben uns. Wir freuen uns richtig Sie zu sehen. Nach einem kurzen Plausch mit Händen und Füssen erhalten wir noch weitere Tipps für unsere Reise. Wir sind glücklich…

06.10.

Unser heutiges Ziel ist ein einsamer Wanderparkplatz an einem Bergsee. Dort wollen wir übernachten. Vorher haben wir noch ein Zwischenziel zu einem alten Bergkloster.  Also kaufen wir noch kräftig ein damit wir autark stehen können. Wir geben wieder die Koordinaten laut Buch ein und nehmen die ECO- Route auf unserem Navi. Diese Route wäre uns fast zum Verhängnis geworden. Statt einer Straße wurden wir quer durch die Olivenhaine gelotst. Steil, steinig und extrem kurvig. Eine 45 Grad Kurve brachte uns fast zum Kippen. Zum Glück ging alles Gut und Stefan hat Nerven bewiesen.

41

Selbst am Bergkloster „ Mega Spileo“ sind wir noch gezeichnet von der Tortur. Wir begeben uns aber nun frohen Mutes zum Kloster und sind hin und weg von dem mächtigen Klostergebäude. Das nach Gründungslegenden aus dem 4. Jahrhundert stammende Kloster wurde im 13. Jahrhundert von der Kaiserin Euphrosyne neu begründet und erhielt seine heutige Gestalt im Jahr 1640 Geschichtlich gesehen hat es eine wechselhafte. Im zweiten Weltkrieg haben die Nazis 15 Mönche erschossen und über die Felsen gestürzt, weil Sie geflohenen Partisanen geholfen haben. Für uns als Deutsche ist das natürlich mal wieder beschämend.

Nun sind wir am Bergsee „Limni Tsivlou“ angekommen. Hier wollen wir die Seele baumeln lassen und die Einsamkeit und Ruhe genießen. Ein sehr nettes Pärchen mit zwei Kindern aus Traunstein stellte sich in einiger Entfernung zu uns. Ihnen war es wohler, wenn ein weiteres Wohnmobil o. Ä. in Ihrer Nähe waren. Uns ist`s ganz recht. Leider wurde aus der ruhigen Nacht nichts denn das steht in keinem einzigen Reisebericht aber es gibt undenkbar viele Streuner (Hunde) und die bellen die ganze Nacht durch. Das geht durch Mark und Bein… Dieses Gebell und auch der Anblick der freilaufenden Hunde wird uns den Rest der Tour begleiten.

07.10.

Weiter geht es zum Kanal von Korinth. Wir haben noch viel Zeit und beschließen einen Abstecher zum Strand von Vrachiti zu machen. Der Tipp war wieder Goldwert. Hier konnten wir unser Mittagessen vor toller Kulisse genießen und Frischwasser tanken. Von Nord / Westen her kommt eine schwarze Wolkenfront und der Wind frischt auf. Zeit weiter zu reisen….Nach einigen Kilometern dann der Kanal… Irre….was für ein Anblick… wir sind sichtlich fasziniert.

Der Kanal wurde von 1881-93 gebaut um die 325 Seemeilen um den Peloponnes den Seemännern zu ersparen. Bei einer Breite von ca. 23m und Tiefe von rund 8m können leider nur mittelgroße Schiffe den Kanal passieren. Wir haben Glück und eine Yacht nutzt die Abkürzung. Diese Nacht bleiben wir in der Nähe von der Stadt Korinth auf einem der wenig geöffneten Campingplätze stehen.

08.10.

Heute ist ein besonderer Tag denn wir schauen uns eines der historisch bedeutendsten Denkmäler an. Das antike Korinth auch genannt. Hier kann man von der Antike über das byzantinische bis hin zur türkischen Zeit sämtliche Stadien betrachten. Wir haben hier locker drei Stunden verbracht und die Aussicht genossen. Traumhaft schön…wieder einmal ein riesiges Erlebnis für uns..

09.10.

Nach einem tollen Sonnenaufgang und einem leckeren Frühstück setzen wir unsere Reise fort. Wir bekommen einen guten Hinweis aus dem Forum unbedingt das nette Städtchen Korfus anzuschauen. Und prompt setzen wir es in die Tat um. Wir haben reichlich Zeit und das ist auch gut so. Eigentlich könnten wir an jeder noch so kleinen Bucht innehalten und verweilen. Der Oktober ist für die Abgeschiedenheit und Zweisamkeit genau der richtige Monat. Wer´s etwas turbulenter und lauter wünscht sollte sich eher den Juli/August aussuchen.

Wir steuern unser nächstes Ziel an. Die Antike Kultstätte für antike Dramen…Das antike Theater Epidaurus ist das besterhaltenste Theater Griechenlands. In 55 Sitzreihen können 15000 Besucher die schönsten Dramen open Air genießen. Wir begnügen uns mit einer Hörprobe aus einer der letzteren Reihen und können tatsächlich das fallen einer Münze und zerreißen eines Blatt Papieres hören. Was für eine tolle Akustik. Wir verbringen die Nacht auf dem Parkplatzgelände der Ausgrabungsstätte mit einem Schweizer Wohnmobil. Die Polizei fährt Streife und toleriert uns als Freisteher. Allerdings ist Grillen und campen strikt verboten. Wir machen es uns in der Kabine gemütlich. Außen laufen die Hunde ihre Runden. Wieder eine Nacht mit viel Gebell…Zum Glück gibt es ja Ohropax…

10.10.

Nach dem Frühstück füttern wir noch schnell eine streunende Katze und nehmen Kurs auf Nafplio. Griechenlands schönste Stadt mit drei Burgen bzw. Festungen von Byzantinisch bis Venezianisch… Um 10:56 Uhr stehen wir bereits auf der von Venezianern 1711-1714 erbauten Palamidi-Festung mit unheimlich toller Aussicht und Weitsicht. Wir haben Blick auf glasklare Buchten mit einsamen Stränden und Blick auf die turbulente Stadt. Auch auf die kleine Insel Burdzi, die mitten im Hafen ruht. Hier solln zu Zeiten der Venezianer die zum Tode verurteilten auf Ihre Hinrichtung gewartet haben. Ein Hotel nutzt heute die Räumlichkeiten. Sicherlich sehr interessant…

Wir verweilen noch ein wenig und dann geht’s zum Campingplatz. Heute werden wir mal unsere Kabine absatteln und unsere geplanten Offroad Touren mit dem Ranger abfahren. Sicher ist sicher…wir haben dazugelernt!!!!

11.10.

Früh am Morgen stehen wir in den Startlöchern denn wir wollen unbedingt noch vor unseren Ausflügen auf den Wochenmarkt. Die kleine Stadt Nafplio pulsiert und droht aus allen Nähten zu platzen. Was für ein Angebot an frischem Obst und Gemüse…..wir sind fast überfordert und müssen uns auf das wesentliche konzentrieren …

Ein kleiner Snack zur Stärkung und dann geht es endlich in die erste von uns gewählte Offroad Strecke. Wir arbeiten mit GPS Koordinaten und dem MDMOT Buch. Die Highlights dieser Tour sind eine Schlucht mit Wasserschildkröten, ein uraltes, wunderschönes Kloster und eine tolle Streckenführung direkt am Hang mit Ausblick auf das Meer und die Inseln. Klingt vielversprechend…

Also die Schlucht hat keinen Tropfen Wasser und somit keine einzige Wasserschildkröte zu sehen. Sehr schade…. Oben am Kloster angekommen werden wir von drei sehr aggressiven Hunden begrüßt. Da will keiner freiwillig aussteigen. Wir beschließen weiterzufahren… auch wieder schade…naja dafür hatten wir wirklich wunderschöne Sicht auf das Meer und in das Landesinnere. Letztendlich war es trotzdem spannend und wir sind happy ohne Kabine gefahren zu sein. Ach ja …eine Schildkröte haben wir zufällig auf unserer staubigen Piste entdeckt….

Auf dem Heimweg bemerken wir noch, den als Meteoriteneinschlag bei Didima bezeichneten Krater. Im Sommer eine echte Touristenattraktion. Aber uns hat eigentlich die im Erdloch gebaute Kirche mit seinem spektakulären Eingang viel mehr begeistert. Das war richtig abgefahren und auch etwas gruselig da wir weit und breit die einzigsten Besucher waren. Sofort musste ich an den Film „The Hole“ denken.

12.10.

Auf geht’s zur nächsten Offroad- Route. Die wird besonders lang aber fahrtechnisch nicht ganz so anspruchsvoll. Das ist auch ok denn holprige Strecke auf 40 km ist schon anstrengend genug. Die Windradtour wird als besonderes Highlight beschrieben und beworben und wir wurden nicht enttäuscht. Alles hat gepasst, Wetter und Piste waren super. Diese Tour werden wir nie vergessen. Herrliche Ausblicke wohin das Auge reicht. Immer und immer wieder bleiben wir stehen um ein Bild zu machen. Wir hätten am liebsten jede Sekunde eingefangen und festgehalten. Sooo schön….und dann das quirlige Städtchen Galatas….romantischer geht es kaum…wir fahren mit der Personenfähre auf die Nachbarinsel Poros und beschließen diesen tollen Tag mit einem leckeren Abendessen abzurunden. Muscheln in Tomatensoße und Dorade gegrillt haben uns den Abend versüßt. Wir fahren glückglich und satt zum Campingplatz zurück.

13.10.

Heute machen wir mal einen richtigen faullenzer Tag. Wir schlafen etwas länger und schwätzen mit den Langzeit- Campern aus Österreich und Deutschland. Jeder hat so seine besonderen Geschichten und alle sind sie spannend.  Ist schon interessant zu hören, dass viele schon seit Jahren hier Überwintern. Einige Aussteiger leben bereits auf dem Campingplatz und flüchten nur für einen Monat in die alte Heimat, wenn es hier zu laut wird. Jeder kennt hier jeden….wie eine große Familie…

Wir fahren noch schnell auf den Markt und besorgen unser Abendessen. Dank vieler Tipps von den (fast Einheimischen) haben wir tollen Fisch bekommen. Nun ab auf den Grill…

14.10.

Der frühe Vogel fängt den Wurm….dem machen wir es gleich und fahren sehr früh auf den Markt von Argos…es ist Samstag und hier herrscht schon von früher Stunde an reges Treiben. Für unseren Geschmack etwas zu laut und hektisch. Da hat es uns in Nafplio wesentlich besser gefallen. Wir suchen verzweifelt frisch eingelegte Oliven und haben die Suche bereits aufgegeben. Durch Zufall haben wir einen kleinen unscheinbaren Supermarkt entdeckt und die besten Oliven erhalten.

Auf dem Heimweg zum Campingplatz folgen wir einem braunen Touristenhinweisschild und entschließen uns, dass antike Theater von Argos auch noch zu besichtigen. Hier werden keine Touris in Reisebusen angekarrt. Wir sind bis auf 2 Pärchen alleine auf der ganzen Anlage. Ob wohl zur Hauptsaison mehr los ist???

15.10.

Wir satteln unsere Kabine auf und sind startklar für die Westseite der Insel. Sind schon sehr gespannt was uns dort erwartet. Laut Reiseführer können wir auf dieser Seite der Insel die schönsten Sandstrände genießen….Wir werden sehen!!

Die Querung der Insel von Ost nach West erfolgte über eine teils menschenleere Autobahn. In Deutschland nicht mehr vorstellbar. Wir steuern unseren Stellplatz direkt am Strand mit feinstem Sand an und lesen, dass Campen, Zelten und Übernachten strengstens verboten ist und mit erheblichen Strafen geahndet werden. Hm, das ist uns dann doch zu riskant und wir suchen einen sicheren Campingplatz auf. Und wieder bekommen wir Besuch von einem jungen Mischlingsrüden… So goldig aber auch vorsichtig. Wir verfüttern fast die ganze Ration Hundefutter.

16.10.

Uns zieht es weiter und auf dem Plan stehen heute Nestors Palast, ein Kuppelgrab und das wohl einzige Märchenschloss auf Griechenland. Leider hat der Palast montags geschlossen also besichtigen wir nur das Kuppelgrab, eines der wenig vollständig rekonstruierten Gebäude der Anlage. In diesem Tholos-Grab fand man wertvolle Grabbeigaben. Zu besichtigen im Pylos- Museum.

Nach dieser eher kurzen geschichtlichen Zeitreise tauchen wir ein in die Welt der Märchen und der Fantasie. Was für ein Kontrast. Leider war auch das Schloss für uns unzugänglich. Laut Reiseführer könnte man sich auch lautstark bemerkbar machen denn die Burg sei wohl bewohnt aber das war nicht in unserem Interesse. Wir lassen die Bilder und Eindrücke auf uns wirken und verlassen die kunterbunte Welt. Wir lassen uns nun lieber kulinarisch weiter verzaubern…

Letztes Highlight für diesen Tag ist der berühmte Tempel von Bassae. Dieser zählt zu eines der  UNESCO Weltkulturerbe Stätten. Komplett verhüllt unter einem dichten Mantel, der vor Witterungseinflüssen schützen soll. Im Inneren dann die antiken Säulen die durch ein Korsett den Erdbeben trotzen sollen. Wir sind fasziniert von dem gewaltigen Ausmaß unter dem Zelt.

Wir nehmen Kurs auf unser nächtliches Quartier. An diesem Abend sollen wir einen der schönsten Übernachtungsplätze finden!!!

17.10.

Ganz allein am Strand genießen wir unser Frühstück. Eine Mischlingsdame verirrt sich zu uns und wir sind ganz angetan von Ihr. Hätten sie am liebsten mitgenommen. Aber die Vernunft hat sich durchgesetzt….

Wir packen unsere Sachen und fahren zum Supermarkt. Während wir an der Kasse stehen und hypnotisch dem Kassierer beim abscannen der einzelnen Artikel zuschauen fährt doch tatsächlich ein Auto auf unsere Kabine auf. In Zeitluppe verfolgen wir den Crash und sind wie gelähmt. „Hat der jetzt grad unsere Kabine angefahren?????“ Wir schauen blöd…. Und das Auto verschwindet aus unseren Augen. Endlich sind wir an der Kasse und können den Markt verlassen. Tatsächlich, der Typ ist beim Rückwärtsfahren an unsere hintere Seite gefahren und hat zum Glück nur sein Rücklicht beschädigt. Wir haben leichte Lackreste von seinem Auto an der Heckklappe….sonst keine weiteren Schäden. Glück im Unglück sagen wir.

An diesem Tag erleben wir dann auch noch die Touristenhochburg schlechthin. Wir begeben uns zum antiken Olympia und sind nicht allein. Hier werden im 10 min. Takt Touristen in Reisebussen angekarrt und auf jedem Bus steht;“ Olympia und Shopping“. Das kleine Örtchen hat sich dem riesigen Andrang angepasst. Souvenirs und Restaurants an jeder Ecke. Wir versuchen etwas Positives von den ganzen antiken Gesteinshaufen abzugewinnen. Wenigstens können wir die Infos zur Geschichte auch auf Deutsch lesen aber der Andrang ist so groß, dass wir beschließen wieder abzureisen.. Alles ist nur auf Kommerz ausgerichtet. Wir verlassen den heiligen Ort und saugen lieber die tollen Bilder vom Hinterland auf. Nun sind wir wieder allein auf weiter Flur…irgendwie schön….

18.10.

Heute müssen wir mal wieder einen Campingplatz ansteuern denn wir brauchen Frischwasser und ne heiße Dusche. Der Platz ist ruhig und mit hohen schattenspendenden Nadelbäumen umsäumt. Uns gefällt es und wir richten uns auf die letzten Tage zum verweilen ein. Wir liegen am Strand, schon bald überkommt uns ein Gefühl der Langeweile.

Unser Reiseführer muss her und wir finden doch tatsächlich noch einen interessanten Stellplatz unweit von unserem jetzigen…(11 km). Dieser wird als einer der schönsten Sandstrände angepriesen. Da wollen wir auch hin. Wir genießen noch das gute Essen in der Taverne und lassen den Tag ausklingen.

19.10.

Wir fahren auf das vielgepriesene Hochplateau am Strand von Kastro Kylini. Wahnsinn was uns da erwartet. Feinster Sand und türkisfarbenes, glasklares Wasser laden uns sofort zum Baden ein.

Hier soll auch unsere Reise durch den nördlichen Teil des Peloponnes enden.

Wir kommen wieder!!!!

Nachwort:

 In all den Wochen unserer Reise wurden wir von den einheimischen Griechen herzlich begrüßt. Ja wir haben uns willkommen gefühlt und sicher. Wir hoffen, auch in einigen Jahren noch dieses warme Gefühl von Sicherheit und Herzlichkeit erfahren zu dürfen.

Heike & Stefan

7 Kommentare zu „Peloponnes 2017

  1. Hallo ihr beiden
    Schön gestaltete Seite und toller Reisebericht.
    Hier hinterlassen wir gerne liebe Grüße und wünschen Euch mit Eurem Gefährt die schönsten und interessantesten Reisen.
    🙂
    Damit auch wir davon profitieren, schauen wir hier ab und an vorbei.
    Klaus und Moni

  2. Na Super ihr zwei Camper !!! Ist ja wirklich ein Toller Reisebericht mit sehr schönen Bildern, da bekommt man ja gleich Lust auf .. Urlaub … Ich wünsche Euch beiden weiterhin viele schöne Erlebnisse mit der Wohnkabine ……. Liebe Grüße von deinem Geschäftspartner und Freund Udo..

  3. Hallo ihr 2,

    wir haben heuer auch den Peloponnes auf dem Programm. Eurer Reisebericht ist sehr sehr toll und erhöht unsere Vorfreude noch mehr. Schau ma mal wie es im Juni dort wird.
    Lg und noch viele unfallfreie KM wünschen euch Karin & Roland aus Hallein

  4. Toller Reisebericht.Gut gemacht.
    Wir haben seit kurzem auch eine eigene HP am Start.Schaut doch mal rein.Wenn sie Euch gefällt würden wir uns über ein paar nette Zeilen in unserem Gästebuch sehr freuen.
    http://Wohnmobilaufachse.de
    Einen guten Rutsch und noch viele weitere tolle Reisen wünschen Euch
    Dietmar u Angelika

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s